Im Folgenden haben wir alle wichtigen Informationen für die Teilnahme an unseren Aktionen zum Tag der Handschrift aufgeführt, insbesondere zu unserem Schreibwettbewerb "Schreibe einen Liebesbrief".

Mit einem Klick auf die entsprechende Frage können Sie die dazugehörigen Informationen lesen.

Gerne stehen wir Ihnen natürlich auch per E-Mail für Auskünfte zur Verfügung!

 

Die wichtigsten Termine sind:

Anmeldeschluss zur Teilnahme am Schreibwettbewerb: 16. April 2018

Einsendeschluss der Briefe an die Stiftung Handschrift: 12. Juni 2018

Preisverleihung am Tag der Handschrift in Wiesbaden: 14. September 2018

 

Mitmachen können alle 6. und 7. Klassen der Schulen in Hessen. Der Schreibwettbewerb ist offen für alle Schulformen.

Die Anmeldung zur Teilnahme erfolgt über die Lehrerin oder den Lehrer der jeweiligen Klasse. Die Anmeldung kann direkt hier im Internet über den Link "Mach' mit!" erfolgen. Alle Schulleitungen der hessischen Schulen mit Sekundarstufe I haben auch einen Infoflyer zur Weiterleitung an die Lehrerinnen und Lehrer erhalten.

Falls Sie als Lehrerin oder Lehrer noch Flyer benötigen sollten, kontaktieren Sie uns gerne.

Wir – die Stiftung Handschrift – haben das Ziel, gemeinsam mit den Schulen den Schülerinnen und Schülern Schreibanlässe außerhalb des Unterrichtes zu schaffen, welche das Schreiben mit der Hand und die damit verbundenen Vorteile in den Fokus bringen. Wir unterstützen Schülerinnen und Schüler dabei, eine flüssige und lesbare Handschrift zu entwickeln, die ihnen helfen kann, mehr Spaß am Schreiben mit der Hand zu haben, und sich bewusst zu werden, wie wichtig die Beherrschung der eigenen Handschrift auch für einen guten Schulabschluss ist.

Ein handgeschriebener Brief ist eine sehr persönliche, individuelle Nachricht – neben dem Inhalt zeigt man auch durch die Verwendung von Papier und Stift eine Wertschätzung der Adressatin oder des Adressaten – man nimmt sich Zeit: Es ist beinahe ein Ritual. In einer Zeit der zunehmenden Digitalisierung können die  Schülerinnen und Schüler erfahren, wie es sich anfühlt, einen Brief mit der Hand zu schreiben, und was es in der oder dem Schreibenden auslöst: Man denkt vielleicht mehr nach, man schreibt ordentlicher, wägt die Sätze und Formulierungen sorgfältiger ab.

Gerne können Sie das auch zum Anlass nehmen, mit Ihrer Klasse einmal darüber zu sprechen, wie es wirkt, wenn ein handgeschriebener Brief im Briefkasten liegt, man ihn herausnimmt, öffnet, die Absenderin oder den Absender erkennt…

Es gibt auch sehr schöne Beispiele aus der Literatur und der Geschichte von Briefwechseln mit einer solchen Intensität und Tiefe, dass man sie heute noch gerne liest und sich freut, dass die Korrespondenz erhalten geblieben ist. Wird man die WhatsApp Nachrichten der heutigen Jugendlichen in Zukunft überhaupt noch lesen können, werden sie weiterhin Bestand haben?

Die verfeinerte Stufe des handgeschriebenen Briefes ist der Liebesbrief: Man bringt sozusagen „sein Herz zu Papier“. Dabei müssen die Schülerinnen und Schüler nicht unbedingt der Freundin oder dem Freund schreiben – die Aufforderung zum Schreiben ist eher als Liebesbekenntnis zu verstehen.

Die Schülerinnen und Schüler können beispielsweise einen Brief an die Eltern, Geschwister, Verwandte, Haustiere, eine Lieblingsautorin oder einen Lieblingsautor, eine Stadt, eine Sportlerin oder einen Sportler, eine Urlaubsregion oder an einen Gegenstand schreiben.

Die Möglichkeiten sind unbegrenzt – zu wem oder was empfindet man Zuneigung, für wen oder was Leidenschaft, Begeisterung, Freundschaft? Was oder wen würde man vermissen, wenn es, sie oder er nicht mehr da wäre? Worauf freut man sich schon morgens beim Aufstehen, woran denkt man abends vor dem Einschlafen?

 

Wir wollen keine Spitzenleistungen prämieren, sondern Talente fördern und Spaß am Schreiben mit der Hand vermitteln. Deswegen werden auch insgesamt 50 Preisträgerinnen und Preisträger ermittelt und keine 1. Plätze vergeben – wir freuen uns, wenn Schülerinnen und Schüler die Aktionen zum Tag der Handschrift zum Anlass nehmen, auch außerhalb der Schule mal den Stift zur Hand zu nehmen, um einen Brief oder eine Geschichte zu schreiben oder ein Tagebuch zu führen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen erläutern, auf welche Punkte unsere Jury bei der Auswahl der schönsten Liebesbriefe achten wird – die Kriterien sind dieselben, nach denen auch jede Leserin oder jeder Leser entscheiden würde:

Gestaltung

Der Brief muss nicht in „Schönschrift“ geschrieben werden, aber der erste Eindruck zählt. Macht es Spaß, sich mit dem Inhalt zu beschäftigen? Ist die Schrift gut lesbar, wurde wenig korrigiert? Wird die Orthografie altersgemäß beherrscht? Wie „füllt“ die Autorin oder der Autor die Seiten, ist das Schriftbild einheitlich zwischen Anrede und Schlussformel?

Inhalt

Der zweite Aspekt ist der Inhalt des Briefes: Wie kommuniziert die Autorin oder der Autor mit der Leserin oder dem Leser, wie wird sie oder er gefesselt? Legt der Brief die Basis für einen Dialog, wie werden Gefühle beschrieben, sind die Gedanken nachvollziehbar? Welche Gefühle werden bei der Leserin oder beim Leser geweckt, wie beginnt und endet der Brief? Möchte die Leserin oder der Leser sofort auf den Brief antworten? Wird die Leserin oder der Leser miteinbezogen und direkt angesprochen?

Kreativität

Die Adressatin oder der Adressat und die Art der Zuneigung, die Bedeutung für die Autorin oder den Autor sind in der Aufgabenstellung offen. Womit beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren, was ist ihnen wichtig? Überrascht die Autorin oder der Autor die Leserin oder den Leser, muss sie oder er schmunzeln oder ist sie oder er zu Tränen gerührt? Warum ist die Person oder der Gegenstand für die Autorin oder Autor so wichtig, dass sie oder er ihr oder ihm einen Brief schreiben möchte?

Also: Ein Brief in einer gut lesbaren Handschrift mit einem interessanten Inhalt, der eine authentische Zuneigung beschreibt, die vielleicht sogar ein wenig das Herz berührt, sollte auf jeden Fall zu den Favoriten für die Endauswahl zählen!

Nach der Anmeldung bekommen die Klassen eine Schreibbox zugesendet. Diese Box mit Briefpapier, Linienblättern, Umschlägen und Stiften enthält alles, was die Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme brauchen.

Die Schülerinnen und Schüler müssen in einer Schulstunde auf maximal zwei Seiten einen Liebesbrief schreiben. Dieser sollte die formalen Kriterien eines Briefes wie Anrede, Abschlussgruß und Datum enthalten. Bitte weisen Sie die Schülerinnen und Schüler darauf hin, als Absender unbedingt auf dem Briefpapier die Felder für Name, Schule und Schulklasse auszufüllen, ansonsten können wir die Briefe nicht den jungen Autorinnen und Autoren zuordnen.

Darüber hinaus sind die Schülerinnen und Schüler frei in der Gestaltung.

Hilfsmittel wie Smartphones, Lexika etc. sind nicht erlaubt.

Zum Abschluss werden die Briefe in die beigefügten Umschläge gelegt und mit einer Adresse versehen (dies kann – je nach Adressatin oder Adressat – natürlich auch eine Fantasieadresse sein). Diese adressierten Briefe sammeln die Lehrerinnen und Lehrer wieder ein und senden uns diese mit dem in der Schreibbox enthaltenen adressierten und frankierten Rückumschlag zu. Einsendeschluss ist der 12. Juni 2018.

Die von einer mit Expertinnen und Experten besetzten Jury ausgewählten Autorinnen und Autoren der  50 schönsten Liebesbriefe werden zur Preisverleihung anlässlich des Tages der Handschrift am Freitag, den 14. September 2018, in Wiesbaden eingeladen.

Wir werden die Lehrerinnen und Lehrer rechtzeitig über die Preisträgerinnen und Preisträger aus ihrer Klasse informieren.

Falls Sie noch Fragen haben oder etwas unklar sein sollte, wenden Sie sich gerne jederzeit an uns.
Rufen Sie uns an unter 069 / 97 06 12 0 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an 

info@tagderhandschrift.de.