Die Preisverleihung am 14. September im Museum Wiesbaden

 

Teilgenommen am landesweiten Wettbewerb haben 141 Schulen aller Schulformen aus 104 Landkreisen und Städten, also insgesamt rund 7 500 Schülerinnen und Schüler. Die Veranstaltung im Museum Wiesbaden wurde eröffnet vom Hessischen Kultusminister Professor Dr. R. Alexander Lorz, nach der Begrüßung durch den Hausherren, den Museumsdirektor Dr. Alexander Klar. Von Unternehmerseite sprach der Mitbegründer der Stiftung Handschrift, Christian Boehringer, und den Programmteil übernahm die ehemalige Kulturdezernentin der Stadt Wiesbaden, Rose-Lore Scholz.

Eine Experten-Jury, bestehend aus Schriftexperten, Pädagogen, Jugendbuch-Autoren und Kommunikationswissenschaftlern, hat aus den eingesandten Briefen, 100 Briefe ausgewählt, die inhaltlich eine besondere Geschichte erzählen und ein ausgewogenes Schriftbild aufweisen. Das Thema des Jahres galt dem „Liebesbrief“. Ein Liebesbekenntnis niederzuschreiben, war die heikle Aufgabe für die Jugendlichen, die sie gut lösten, indem sie nicht nur zwischenmenschliche Bekenntnisse beschrieben, sondern auch ihre Liebe zu den Eltern, Haustieren, oder Dingen des Alltags offenbarten. Die Jury hat 100 originelle Liebesbriefe in einem Buch veröffentlicht, welches die Preisträger als Geschenk erhielten.

„Die Handschrift ist ein wertvolles und grundlegendes Kulturgut, das auch die Individualität des Menschen zeigt. Das Schreiben mit der Hand und das Entwickeln einer gut lesbaren Handschrift ist daher eines der wichtigsten Lernziele bis zum Ende der Grundschulzeit.

Wir sind der Stiftung Handschrift daher außerordentlich dankbar, dass sie den hessenweiten „Tag der Handschrift“ initiiert hat und damit die schulische Aufgabe der Förderung einer gut lesbaren Handschrift unterstützt. Der Wettbewerb gab unseren Lehrkräften eine tolle Gelegenheit, zusätzlich im Unterricht den Umgang miteinander und die Wertschätzung und Rücksichtnahme untereinander mit den Schülerinnen und Schülern zu thematisieren. Zeitgleich konnten Regeln im Umgang mit privaten Informationen behandelt werden, was in unserer medial geprägten Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert einnimmt.

Deshalb hat das Hessische Kultusministerium die Stiftung Handschrift mit großer Freude bei der Umsetzung des ‚Tags der Handschrift‘ unterstützt.“

Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister

 

Bildnachweis: Fotostudio Heyer

 

Begrüßung und Ansprachen

 

Dr. Alexander Klar, Direktor des Museum Wiesbaden   |   Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Kultusminister des Landes Hessen   |   Christian Boehringer, Mitbegründer der Written Art Foundation

 

Videodokumentation des Tags der Handschrift am 14. September 2018