Aktion zum Mitmachen

Neben der Teilnahme an "Schreibe einen Liebesbrief" gibt es noch eine weitere Möglichkeit, sich an den Aktionen im Vorfeld des Tags der Handschrift zu beteiligen - als Klassen- oder Schulteam.

Denn einen  Brief kann man nicht nur alleine, sondern auch in der Gemeinschaft schreiben!

Der Fortsetzungsbrief

„Zeig mir, wie Du schreibst, und ich sage Dir, wer Du bist!“

Die eigene Schrift sagt so viel über uns aus. Sie ist Teil der Persönlichkeit und so hat jede Handschrift ihre eigene Prägung. Für das Schreiben eines Briefes braucht man eine besondere Qualifikation. Dies ist immer mit einer gewissen Anstrengung verbunden, weil Denken und Formulieren dazukommen. Wie lassen sich originelle Einfälle oder subtile Botschaften in einem Brief unterbringen, ohne dass der Schreibfluss gestört wird? Schreiben ist also mehr, als Buchstaben aufs Papier kritzeln. Zum guten Schreiben gehören Techniken, die den Gedankenfluss anregen. Vielleicht ist das Zitat von Johann Wolfgang von Goethe der richtige Ansatz: „Schreibe nur, wie du reden würdest, und so wirst du einen guten Brief schreiben.“ In einem Brief müssen immer Inhalt und Form eine Symbiose eingehen. Das ist ein zusätzliches Kriterium.

In unserem Wettbewerb zum Thema ,,Fortsetzungsbrief" geht es darum, die Idee und den Inhalt des vorangegangenen Briefes aufzugreifen und den aufgenommenen Faden weiterzuspinnen. Das kann so aussehen: Der erste schreibt ein „Liebesbekenntnis“ zu seiner Tasse, aus der er jeden Morgen seinen Kakao trinkt. Dieses schöne bemalte Keramikstück ist ihm ans Herz gewachsen und ohne seine Kakaotasse bringt ihm der Tag kein Glück. Die Kakaotasse – dieses vertraute Gefäß – und der Duft von Kakao lassen ihn munter in den Tag starten. Der nächste Briefschreiber oder die nächste Briefschreiberin greift den Gedanken auf, fügt aber eigene Ideen hinzu, wie: Lieber Jan, Deine Liebe zu einer vertrauten Kakaotasse kann ich verstehen, aber das ist doch ein toter Gegenstand: Ich liebe meine Mama, die mir jeden Morgen das Frühstück macht und mich fragt, wie ich geschlafen habe und mich jeden Tag zur Schule fährt und für mich wie eine Freundin ist, der ich alles erzählen kann… und so weiter und so fort.